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Neofaschisten, Rassisten und Mitglieder rechter Organisationen sind bei allen genannten Veranstaltungen unerwünscht: 0000-00-00 00:00

 

Caritas und Diakonie in Deutschland: Ein neues Buch von Dr. Carsten

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: Freitag, 04. November 2005
1.12.2005, 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr); 
Curiohaus in Hamburg, Rothenbaumchaussee 15, Raum A; Eintritt 3,00 €
"Caritas und Diakonie in Deutschland" mit Dr. Carsten Frerk, Autor des gleichnamigen Buches (ALIBRI-Verlag, Aschaffenburg, 2005).Eine Veranstaltung des DFV-Ortsverbands Hamburg in Zusammenarbeit mit den Freien Humanisten Hamburg. Obwohl Caritas und Diakonie formal nicht zur "verfassten Kirche"
gehören, prägt ihre Arbeit für die Mehrheit der Bevölkerung
wesentlich das Bild von Kirche. Dabei gerät häufig in Vergessenheit,
dass die beiden kirchlichen Sozialkonzerne nur "Träger" der sozialen
Dienste sind und ihre Arbeit (wie die Kolleginnen und Kollegen von
Arbeitswohlfahrt oder Deutschem Roten Kreuz) innerhalb des Rahmens
staatlicher Sozialfürsorge verrichten. Doch nicht nur deshalb lohnt
ein genauerer Blick auf die kirchliche Wohlfahrtspflege: bei nahezu
1,5 Millionen Beschäftigten sehen wir uns dem weltweit größten
privaten Arbeitgeberverbund gegenüber; ein Jahresumsatz von rund 45
Milliarden Euro führt die ökonomische Bedeutung vor Augen.
Der Sozialwissenschaftler Carsten Frerk hat - auf Anregung und mit
Unterstützung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di -
diesen Bereich untersucht und die Ergebnisse als Buch veröffentlicht.
Detailliert und veranschaulicht durch zahlreiche Tabellen und
Übersichten stellt er Finanzierung und Tätigkeitsfelder der
kirchlichen Sozialkonzerne dar. In Exkursen erörtert er die politisch
brisanten Fragen wie das besondere kirchliche Arbeitsrecht oder die
Zukunft des "Dritten Wegs", aber auch die medizinische und soziale
Versorgungsituation für Nichtgläubige in einer zunehmend 0säkularen
Gesellschaft.

Das Sozialsystem in Deutschland befindet sich in einer
Umstrukturierungsphase. Lange Zeit wurde dieser Sektor allein von den
großen Wohlfahrtsverbänden geprägt, nun engagieren sich zunehmend
gewerbliche Anbieter. Die Pläne für eine Neuordnung der
Krankenkassenbeiträge oder das absehbare Ende des Zivildienstes sind
weitere Hinweise dafür, dass für die "Freie Wohlfahrtspflege"
Veränderungen anstehen.


Davon werden auch der Deutsche Caritasverband und das Diakonische
Werk betroffen sein, die in den vergangenen Jahrzehnten zum weltweit
größten privaten Arbeitgeberverbund aufgestiegen sind: Im kirchlichen
Sozialbereich arbeiten alles in allem knapp 1,5 Millionen Personen,
die einen Jahresumsatz von rund 45 Milliarden Euro erwirtschaften.
Carsten Frerk hat über Caritas und Diakonie umfangreiche Zahlen und
Fakten zusammengetragen, die es ermöglichen, ihre Rolle im heutigen
Sozialsystem einzuschätzen und eine realistische Prognose über ihre
Entwicklungsmöglichkeiten abzugeben.


Detailliert und veranschaulicht durch zahlreiche Tabellen und
Übersichten, stellt Frerk Finanzierung und Tätigkeitsfelder der
kirchlichen Sozialkonzerne dar. Dabei zeigt er, dass deren
Einrichtungen weitestgehend aus öffentlichen Mitteln finanziert
werden, während das karitative Engagement in der öffentlichen
Wahrnehmung den Kirchen zugeschrieben wird. Ausführlich wird die
Arbeitssituation der Mitarbeiter untersucht, die durch den
Tendenzcharakter der Einrichtungen geprägt ist. Da die Kirchen ihre
Sozialarbeit als "Verkündigung" ansehen, gilt für die Beschäftigten
nicht das normale Arbeits- und Tarifrecht. Auf der Grundlage der
Vorstellung einer "Dienstgemeinschaft" (die den Widerspruch zwischen
Kapital und Arbeit überwunden zu haben meint) propagieren die Kirchen
den sog. Dritten Weg - der in Zeiten knapper Kassen jedoch keineswegs
ohne Konflikte ist.
In Exkursen erörtert Carsten Frerk die politisch brisanten Fragen.
Dabei geht es nicht nur um das besondere kirchliche Arbeitsrecht und
die Zukunft des "Dritten Wegs", sondern auch um die  edizinische und
soziale Versorgungssituation für Nichtgläubige in einer zunehmend
säkularen Gesellschaft; um die Auseinandersetzungen über die
Kontrolle der Freien Wohlfahrtsverbände durch die
Landesrechnungshöfe; oder um die Risiken, die mit den
Expansionsstrategien kirchlicher Sozialträger verbunden sind.


Carsten Frerk, Autor der Studie Finanzen und Vermögen der Kirchen in
Deutschland, gilt als Experte für die kirchlichen Finanzen
betreffenden Fragen. Er ist Leiter der Forschungsgruppe
Weltanschauungen in Deutschland (fowid).

Carsten Frerk
Caritas und Diakonie in Deutschland
366 Seiten, kartoniert, Euro 22,50
ISBN 3-86569-000-9
Alibri Verlag, 2005

Non einma unser Hinweise:

Veranstaltungen dazu in Norddeutschland :
15.11.; 19.00 Uhr "Die Pumpe", Kiel, Haßstr. 22
Veranstalter: IBKA SH/HH

1.12.; 19.00 Uhr , Curiohaus, Hamburg, Rothenbaumchaussee15,. Raum A
Veranstalter: Deutscher Freidenker-Verband in Zusammenarbeit mit den
Freien Humanisten HH e.V.