DFV Nord Termine
  
Neofaschisten, Rassisten und Mitglieder rechter Organisationen sind bei allen genannten Veranstaltungen unerwünscht:

 

DFV-Verbandstag bestätigt Klaus Hartmann und Eberhard Schinck im Amt

Kategorie: Aktuell Veröffentlicht: Montag, 25. Mai 2009
Klaus Hartmann (Offenbach) wurde vom Verbandstag des Deutschen Freidenker-Verbandes (DFV), der am 22. und 23. Mai in Berlin durchgeführt wurde, in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender bestätigt. Hartmann steht seit 1988 an der Spitze des Verbandes. Ebenfalls wiedergewählt wurde Eberhard Schinck (München) als stellvertretender Vorsitzender.
 
Der Verbandstag, der alle drei Jahre durchgeführt wird, stand unter dem Motto: Aufklärung gegen Volksverdummung, Zerstörung der Vernunft und gegen die imperialistische Militarisierung der internationalen Beziehungen!
 
In der Diskussion des Verbandstages ging es vor allem um die Schärfung des Profils des Verbandes als Weltanschauungsgemeinschaft, Kulturorganisation und Interessenvertretung der Konfessionsfreien. Der Deutsche Freidenker-Verband fordert die strikte Trennung von Kirche und Staat. Die Freidenker lehnen die Privilegien der Kirchen ab. Die von einigen freigeistigen Verbänden angestrebte Gleichbehandlung im Privileg wird vom Deutschen Freidenker-Verband abgelehnt. Der DFV steht darüber hinaus für Religionskritik und nicht für Religionsbeschimpfung. Freidenker setzen sich aber nicht nur mit religiösen, sondern auch mit weltlichem Irrationalismus kritisch auseinander. Deshalb wird der Verband auch weiterhin zu gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen Stellung nehmen.
 
Dem Verbandstag lagen gegensätzliche Anträge zur Mitgliedschaft des Verbandes im Koordinierungsrat säkularer Organisationen (Korso) vor. Die Konferenzen der Landesverbände Nord und Nordrhein-Westfalen forderten den Austritt, während Berlin und Thüringen für ein Verbleiben im Korso votierten. Die Forderung nach dem Austritt aus dem Koordinierungsrat wurde u.a. damit begründet, dass in Aussagen des Grundsatzprogramms nicht eindeutig die Forderung nach Trennung von Kirche und Staat deutlich wird, sondern diese auch als Streben nach Gleichbehandlung im Privileg interpretiert werden können. Kritisiert wurde auch, dass dem Koordinierungsrat mittels des Dachverbandes freier Weltanschauungsgemeinschaften, die Unitarier angehören, bei denen es sich um eine völkische Religionsgemeinschaft handelt. Mit großer Mehrheit einigten sich die Delegierten auf die Empfehlung der Antragskommission, eine Diskussion im Verband zum Korso zuführen und dann in Verbandsvorstand im Herbst 2010 über die weitere Mitgliedschaft entscheiden zulassen.