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Neofaschisten, Rassisten und Mitglieder rechter Organisationen sind bei allen genannten Veranstaltungen unerwünscht:

 

Freidenker für Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan

Kategorie: Aktuell Veröffentlicht: Mittwoch, 25. November 2009
Bundeswehr raus aus AfghanistanDer Deutsche Freidenker-Verband (DFV) unterstützt die derzeit laufende Abstimmungsaktion der Friedensbewegung gegen die Verlängerung des Kriegsmandats für die Bundeswehr in Afghanistan. 50.000 afghanische Opfer dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges klagen die »westliche Wertegemeinschaft« an, so der Verband. Der neue »smarte« deutsche Kriegsminister zu Guttenberg bezeichnete gerade das massive Bombardement von Zivilisten durch die Bundeswehr als »angemessen«. Die Verantwortlichen dieses offensichtlichen Kriegsverbrechens gehören vor Gericht, fordert der DFV: »Wenn sich im Rechtsstaat Deutschland kein Ankläger findet, dann vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.«

Freidenker zu: Krieg und Frieden


Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen. Dieses Prinzip galt, solange die DDR existierte. Seit Herstellung der staatlichen Einheit Deutschlands wurde die Bevölkerung fortschreitend an Krieg gewöhnt, bis zur offenen Beteiligung an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, beginnend 1999 mit der Aggression gegen Jugoslawien. Die Tarnung des Völkerrechtsbruchs erfolgt durch die Deklarierung »humanitärer« Ziele wie der »Durchsetzung von Menschenrechten« bis zur »Verteidigung deutscher Interessen« am Hindukusch. Mit der »Enttabuisierung des Militärischen« soll das Kriegführen zur »Normalität« werden, dekoriert mit militärischen Verdienstkreuzen und Heldendenkmalen.

Der vorgebliche »Krieg gegen den Terror« dient als Mittel zur Neuaufteilung der Welt mit dem Ziel, den größten Anteil an der Ausplünderung der Welt zu erlangen. Bei den Kriegen geht es um die Errichtung einer neuen imperialistischen Weltordnung durch den Kampf um Rohstoffe und ihre Transportwege, um Herrschaftsgebiete, die Öffnung aller Grenzen für den »freien Kapitalverkehr« und die fortgesetzte neokolonialistische Ausplünderung der unterentwickelten Länder. Staaten, die sich dem widersetzen, werden als »gescheiterte« oder »Schurkenstaaten«, als »Achse des Bösen« diskriminiert, ganze Völker oder aktuell der Islam dämonisiert, politische Repräsentanten von nicht zur Unterwerfung bereiten Ländern zu »Diktatoren«, »Linksnationalisten« oder zum »neuen Hitler« ernannt.

Die Gehirnwäscher von der publizistischen Front bedienen sich der Sprachverwirrung, indem überfallene Staaten »Einsatzländer«, Krieg »Stabilisierungseinsatz« und Bombenterror »Luftschläge« genannt werden. Entsprechend deklarieren die Kirchen ihre »Militärseelsorge« jetzt als »Einsatzbegleitung«.

Die Politik des Imperialismus setzt systematisch auf die Militarisierung und Faschisierung der internationalen Beziehungen und die fortschreitende Zerstörung des Völkerrechts.

Aufklärung will verdeutlichen, dass Kriege nicht »ausbrechen«, sondern gemacht werden, wer an Krieg Interesse hat und an ihm verdient, dass die große Mehrheit der Menschen aller Länder dabei nichts zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren hat, dass der Schwur »Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!« verteidigt und verwirklicht werden muss.

Wir unterstützen die Aktionen der Antikriegs- und Friedensbewegung, den Widerstand gegen Kriege und die Entlarvung der Kriegspropaganda. Freidenker fordern radikale Abrüstung und ein Nein zur NATO durch Austritt aus dem atlantischen Kriegsbündnis. Im Hinblick auf die verschärften Rekrutierungsbemühungen um neues Kanonenfutter fordern wir die Trennung der Schulen und Arbeitsagenturen von der Bundeswehr!