DFV Nord Termine
  
Neofaschisten, Rassisten und Mitglieder rechter Organisationen sind bei allen genannten Veranstaltungen unerwünscht:

 

Es reicht - nicht eine Bombe mehr

Kategorie: Aktuell Veröffentlicht: Freitag, 17. Juni 2005
Die zahlreichen Ostermärsche in unserem Land standen in diesem Jahr unter dem Engagement "Für ein  friedliches und soziales Europa - gegen Neofaschismus, Militarisierung und Krieg". So auch die sehr einfallsreiche und mobilisierende Protestbewegung am Ostersonntag gegen das geplante Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. An ihr beteiligten sich 10 000 Menschen. Als Hauptredner traten Pastor Friedrich Schorlemmer, der Schauspieler Peter Sodann und Myrna Pagan aus Vieques auf. Ihnen und allen Teilnehmern gemeinsam war: Ja zu sagen zum Leben und alles, was dieses erhält, und Nein zu sagen zu allem, was tötet, zum Krieg, zu Bomben, zur Vernichtung.
Friedrich Schorlemmer wandte sich stimmgewaltig an die Politiker mit der Aufforderung: Macht 144 km2 freie Heide nicht zum großen Rumms-Feld.
Er hob hervor, dass militärische Logik stets Logik des Todes, Logik des Tötens und des Sieges über andere sei. Dagegen sei die Logik des Friedens eine Logik ziviler Lösungen, die Konflikte mit aller Kraft und mit allen Mut zum Leben klärt, die Leben lässt und Leben schafft. Vom Mut zum Leben und zur Erhaltung alles Lebenswerten, vom Mut sich gegen das Lebensvernichtende zu wehren, sprach auch Myrna Pagan. Sie berichtete von dem Schicksal der Menschen auf der kleinen puertoricanischen Insel Vieques, die seit mehr als 60 Jahren von den USA und ihren Verbündeten als militärisches Übungsgelände genutzt wurde, um neue Waffen zu erproben und Kriegseinsätze weltweit vorzubereiten.


Uwe Scheer