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Neofaschisten, Rassisten und Mitglieder rechter Organisationen sind bei allen genannten Veranstaltungen unerwünscht:

 

Zum Tode des Schriftstellers Max von der Grün

Kategorie: Aktuell Veröffentlicht: Dienstag, 26. Juli 2005
Die Kulturvereinigung Leverkusen e. V. – eine Vereinigung, die aus der Arbeiterkultur- und -sportbewegung der Weimarer Republik hervorgegangen ist – hat mit Betrübnis vom Ableben des Schriftstellers Max von der Grün Kenntnis genommen.
 Mit Max von der Grün verliert die demokratische und antifaschistische Bewegung eine gewichtige Stimme, die sich durch ihre vielfältigen Werke zu Wort meldete.

 

Und nicht nur in seiner Arbeit wurde sein humanistisches Bewusstsein sichtbar. In Erinnerung wird bleiben, dass er bei antifaschistischen Aufrufen und Aktivitäten mitwirkte (wie zum 60. Jahrestag der faschistischen Machtübertragung 1993 in Düsseldorf und bei der Jury des Günther-Weisenborn-Literaturpreises der VVN) sowie demokratische Initiativen unterstützte.

 

So hatte er 1994 den Bürgerantrag eines Vorstandsmitgliedes unserer Vereinigung zur Benennung einer Straße nach dem antifaschistischen Schriftsteller Günther Weisenborn in Leverkusen-Opladen unterstützt. Jahre später wurde dann diese Forderung von der Stadt umgesetzt.

 

Max von der Grün, der mit Romanen wie »Irrlicht und Feuer« und, »Stellenweise Glatteis« Themen der einfachen Menschen literarisch verarbeitete und den Leser durch milieugetreue Schilderungen und spannende Erzählweise fesselte; Max von der Grün, der mit »Vorstadtkrokodile« beste, humanistische Literatur für Kinder und Jugendliche beisteuerte; Max von der Grün, der mit Erzählungen wie »Am Tresen gehen die Lichter aus« dazu beitrug, Menschen zum Nachdenken zu bringen, aktiv zu werden dafür, dass die Lichter für die Menschen in Stadtteilen und der Welt nicht ausgehen mögen; Max von der Grün hat sich um eine demokratische, humanistische Gesellschaft in unserem Lande verdient gemacht. Seinen Intentionen folgend wird die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. weiterhin bemüht sein, mit ihren bescheidenen Mitteln an der Verwirklichung dessen mitzuwirken.